Wüsten und Wiesen
Etwa so groß wie Westeuropa und bis zu 100 Jahre nach der ersten Besiedlung im Osten geradezu ›ignoriert›, begann der Aufschwung mit den Goldfunden. Und wieder mußten Jahre vergehen und riesige Erzvorkommen gefunden werden, um das zurückgebliebene Bild von Western Australia ganz zu verdrängen.

Die wilde Westküste von Australien boomte bisher durch die Landwirtschaft und den reichen Bodenschätzen. Endgültig ade vom Schattendasein zu den übrigen Bundesstaaten war der Gewinn des America's Cup, den die US-Amerikaner 125 Jahre zu verteidigen wußten.

Der neue Boom: Tourismus.

Landschaften aus der Vergangenheit
Wenn extreme Superlative für eine Region gelten sollen, dann für WA: riesige Weizengürtel und Landschaften wie im Voralpenland im Südwesten, milliarden Jahre alte Gesteinsformationen wie der Wave Rock, die Pinnacles, der Mount Augustus, die Pilbara, die Bungle Bungles und in der Kimberley Region. Tosende Wasserfälle, tiefe und enge Schluchten, einsame Strände in Hülle und Fülle.

Perth darf für sich in Anspruch nehmen, die meisten Sonnentage zu haben und im Südwesten regnet es mehr als im Rest des Landes. Die heißeste Stadt des Landes, Marble Bar, kann mit Temperaturen bis zu + 45° C aufwarten; selten nicht weniger. Zuletzt: An die Serengeti erinnern die Baobab-Trees (Flaschenbäume).

Kilometerfressen taugt nicht
Ähnlich wie an der Ostküste entwickelt sich ‹ein Abfahren‹ der Westküste mit der häufig gestellten Frage: „Sind 3 Wochen ausreichend?” Nein!

Was an der Ostküste in Etappen möglich ist, gilt nicht für WA: Teilweise fahren Sie einen Tag nur im Nichts und dann nur auf dem Higway. Die wirklich sehenswerten Land-schaften sind abseits und fordern vor allem eines, nämlich Zeit und Wissen wo, was, wann und wie möglich ist: Lupe!

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